Ziele

Mädchen sind sich des Einflusses von Medien auf das eigene Körperbild bewusst.

Mädchen können gängige Körper- und Schönheitsideale hinterfragen.

Mädchen finden Möglichkeiten, sich gut zu fühlen.

Filmszenen

Zusammengefasst: In diesem Film geht es um die Wirkung des äusseren Erscheinungsbildes und den Umgang damit. Dajana steht in Konflikt mit ihrem Äusseren und den inneren Werten, die doch eigentlich auch zählen. Sie vergleicht sich mit ihren Klassenkameradinnen und möchte, dass die Jungs auch auf sie aufmerksam werden. Um dieses Ziel zu erreichen, bearbeitet sie ein Foto von sich und stellt es auf ein soziales Netzwerk.

Szene 1: Vier Mädchen sitzen auf dem Bett in einem „typischen Mädchenzimmer“. Sie schauen sich gemeinsam Bilder auf einem Tablet an und kommentieren diese. Die Kamera zoomt auf Dajana, die etwas zurückhaltend am Bettrand sitzt. Man hört ihre Gedanken:
„Meine Mutter sagt immer, die inneren Werte zählen. Ich eigentlich auch, aber doch stresst es mich, wenn alle Jungs immer nur Mia nachschauen.“

 

Szene 2: Dajana hat sich geschminkt und ein bauchfreies Top angezogen, sie posiert und macht ein Foto von sich. Dann sieht man, wie sie dieses Foto auf ihrem Laptop mit einem Bildbearbeitungsprogramm verändert; sie macht sich schlanker, das Gesicht schmaler etc.. Danach postet sie das Foto auf einem sozialen Netzwerk („Zeig Di“). Man hört wieder ihre Gedanken:
Wie sollen denn die Jungs meine inneren Werte sehen, wenn ich ihnen nicht einmal auffalle?“

 

Vorschläge zum Einsatz

Arbeit mit dem Film

Wissen über den Einfluss von Medien auf das eigene Körperbild.
Kennen von Strategien, um sich vor diesem Einfluss zu schützen.

Wie umsetzen? ca. 45 Min

10'
Kurzbeschreibung

Film zeigen. Fragen im Anschluss:

  • Was denkt Dajana?
  • Was hat sie gemacht?
  • Und wieso?

30'
Informationen

Wissen vermitteln zum Einfluss der Medien auf das Schönheitsideal und die Zufriedenheit mit dem eigenen Aussehen (positives Körperbild).

Diskussion zur Frage:

  • Wie schützt ihr euch vor unrealistischen Körperbildern?

5'
Abschluss der Lektion

Würdigung des Gesagten. Zusammenfassung.

Austausch zu zweit

Bewusstsein schaffen für das Positive an sich und dem eigenen Körper.
Aufzeigen, dass nicht nur äussere Werte zählen, dass Schönheit auch eine subjektive Komponente hat.

Wie umsetzen? ca. 30 Min

20'
Arbeit zu zweit

Mädchen tun sich in Zweiergruppen zusammen.

Frage:

  • Was gefällt euch aneinander? Sich gegenseitig Komplimente machen, zu Äusserlichkeiten (Mir gefällt deine Frisur, Du hast schöne Augen) aber auch zu inneren Werten / Eigenschaften (Du bist gut in Mathe, Du kannst gut zuhören, Du bist humorvoll).

Fragen zur Diskussion:

  • Welche Eigenschaften sind euch wichtig bei anderen Menschen (Freundschaft, Partnerschaft, Familie)?
  • Ändern sich diese Eigenschaften im Laufeder Zeit (wenn ihr jemanden zum ersten Mal seht versus wenn ihr jemanden schon gut kennt)?

10'
Diskussion im Plenum

Wenn man jemanden besser kennt, werden äusserliche Schönheitsmerkmale weniger wichtig oder verändern sich in der eignenen Wahrnehmung.

  • Ist euch das auch schon so gegangen?

Arbeit mit dem Film

Wissen über den Einfluss von Medien auf das eigene Körperbild.
Jungen setzen sich mit eigenen Schönheitsvorstellungen und -idealen auseinander.

Wie umsetzen? ca. 35 Min

5'
Informationen

Wissen vermitteln zum Einfluss der Medien auf das Schönheitsideal und die Zufriedenheit mit dem eigenen Aussehen (positives Körperbild)

(siehe dazu Kopiervorlagen)

5'
Einzelarbeit

Fragen an die Jungen:

  • Mädchen sind unter Druck. Jungen auch?

Schreibe auf ein Post-it:

  • Welche Schönheitsideale gelten für Jungen?

25'
Diskussion

Alle kleben ihr Post-it an die Wandtafel oder an eine Wand.

Die einzelnen Aussagen vorlesen und Jungen stimmen darüber ab, ob sie damit einverstanden sind oder nicht. Die umstrittenen Aussagen im Plenum kritisch hinterfragen.

Faktenblatt

Das Zahlen- und Faktenblatt ergänzt den Film und die anderen Vorschläge zum Einsatz.

Die Vorderseite kann als Arbeitsblatt eingesetzt werden. Auf der Hinterseite finden sich weiterführende Informationen für Lehr- und Leitungspersonen.

Download Pädagogisches Begleitheft

Themen und Empfehlungen

Selbstwert (Akzeptanz der eigenen Person / des Körpers)

Die Mehrheit der Mädchen (und Frauen) hat ein negatives Körperbild. So möchte z.B. deutlich mehr als die Hälfte der Mädchen schlanker sein. Dabei ist der Wunsch, das eigene Körperbild zu verändern, verbunden mit der Hoffnung, dadurch mehr Selbstwert, Glück und Erfolg zu gewinnen.

Empfehlungen zur Unterstützung/Stärkung

  • Behandeln Sie mit den Mädchen die Themen Gesundheit und Wohlbefinden (nicht auf das Körpergewicht fokussieren): Was kann mein Körper? Was mache ich gerne mit meinem Körper? Wann fühle ich mich wohl? Wann fühle ich mich unwohl in meiner Haut? Diskutieren Sie mit den Mädchen, wie man auf seinen Körper hören und sich um ihn kümmern kann.

Schönheit

Über die Medien werden ganz klare Botschaften vermittelt, was schön ist und wie man auszusehen hat. Schönheitsideale kritisch hinterfragen zu können, ist ein wichtiger Schutzfaktor.

Empfehlungen zur Unterstützung/Stärkung

  • Sprechen Sie mit den Mädchen am Beispiel von Mädchen- und Frauenzeitschriften über Schönheit sowie die dargestellten Rollenbilder von Mädchen und Frauen.
  • Erarbeiten Sie mit den Mädchen eine breite Definition von Schönheit: Was empfinde ich als schön? Was gefällt mir nicht? Wann fühle ich mich schön? Gibt es historische und geografische Unterschiede, wie Schönheit definiert wird? Bedeutet schön sein dasselbe wie glücklich sein?

Medienkompetenz

Der Einfluss der Medien auf das Körperbild ist bei Mädchen grösser als bei Jungen. Negativ wirken sich auch Kommentare des nahen sozialen Umfelds (Freundinnen, Eltern, Jungen) aus, welche unrealistische Schönheitsideale vermitteln.

Empfehlungen zur Unterstützung/Stärkung

  • Klären Sie die Mädchen über die in den Medien verbreiteten unrealistischen Körperideale auf. Dadurch kann verhindert werden, dass diese Ideale als erreichbar und erstrebenswert angeschaut werden. Das ist wichtig, wenn man ein negatives Körperbild verhindern will.